29.10.2018 09:42

"Vereinsbotschafterin der Russenkinder" Eleonore Dupuis bereist wieder Russland - ein Reisebericht mit Bildern

Reisen, kommunzieren, sich wiedersehen, sich in die Arme schließen und weiter nach vorne schauen! Lesen Sie den Reisebericht von Eleonore Dupuis:

Meine Russlandreise 26.9. – 14.10.2018

Endlich wieder einmal – nach 2 ½ Jahren - für einen längeren Zeitraum nach Russland! Dazwischen waren zwar die wunderbaren Kurzreisen zum 9. Mai nach Moskau und 2016 durfte ich Monika begleiten, als sie zum 1. Mal ihrem Vater begegnete.

Doch diesmal gab es wieder genug Zeit, um Freunde zu besuchen und – so hoffe ich – etwas in unserer Sache, der Suche nach den Vätern, weiterzubringen. Da wir nun auf die Unterstützung von Außenminister Sergeij Lavrov zählen können, ist die Hoffnung größer.

Zuallererst möchte ich mich bei allen, die mich so freundlich und herzlich empfangen haben, ganz innig bedanken! Was täte ich ohne Tatjana und Dmitrij, bei denen ich wohnen durfte und aufs Beste verköstigt wurde! Jeder Tag war ausgefüllt mit Treffen der verschiedensten Menschen, ich habe mich über alle sehr gefreut. Einmal habe ich sogar in einer russischen Schule, in der Englischstunde, den jungen Leuten der Abschlussklasse aus meinem Leben erzählt. Sie waren sehr interessiert, ein besonders Erlebnis!

Moskau ist wieder moderner geworden, man kann nur staunen, wie schnell das geht. Der neue, riesige Park „Sarjadje“ ist jetzt eröffnet, dort, wo einst das größte Hotel der Welt, das Rossija, stand. Daraus ist ein großer Landschaftspark mit Hügeln und Tälern geworden, einer Aussichtsbrücke, die halb über den Fluss Moskwa führt, mit Pflanzen und Bäumen aus ganz Russland, einer Freilichtbühne, einer großen Konzerthalle usw. Moskauer wie Touristen schätzen diese neue grüne Lunge mitten in der Stadt, neben dem Kreml, sehr.

Sogar das ВДНХ, das große Ausstellungsgelände aus der Sowjetzeit mit seinen Pavillons aus allen früheren Teilrepubliken, ist inzwischen renoviert worden und die Pavillons der einzelnen Länder erstrahlen in neuer Pracht. Wunderschön!

Meine Suche führte mich auch nach Nischnij Novgorod, zu Sergeij, dem Enkel eines „möglichen“ Vaters. Wir haben einen DNA Test gemacht, den ich dann in Moskau ins Zentrum für Genetik gebracht habe. Das Resultat ist leider negativ. Die Familie von Sergeij hat mich sehr liebenswürdig aufgenommen, auf echt russische Weise bewirtet und gleich für nächstes Jahr eingeladen, ganz egal, was beim Test herauskommt. Ich war zum 1. Mal in dieser Stadt. Wir machten einen ausgedehnten Spaziergang durch das Zentrum, leider war das Wetter nicht so günstig, sehr windig und kalt.

Es war eine sehr schöne Reise mit so vielen Eindrücken, die ich gar nicht in Worten wiedergeben kann. Um eine Erkenntnis bin ich jedoch reicher geworden: das alles habe ich meinem bis jetzt unauffindbaren Vater zu verdanken. Wäre die jahrelange Suche nach ihm nicht so schwierig, hätte ich das alles nicht erlebt. Merci Papa! Спасибо!

Link zu den Fotos: photos.app.goo.gl/Woe7q7kLyVy89uFW7

Link zum Interview und Artikel im Internet von „Russia Beyond“: www.rbth.com/history/329358-children-of-enemy-austria

20.10.2018

Eleonore Dupuis

 

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www.abgaengig-vermisst.at


Neuigkeiten

22.09.2019 14:53

1946 - Schauplatz Schloss Katzelsdorf - Kindesmutter Greta wird gesucht

Über Ersuchen des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung unterstützen wir folgende...

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Achtung - Raum Wr. Neustadt - Um 1946 - Schauplatz Schloss Katzelsdorf – Greta, eine Kindesmutter, sowie deren Angehörige werden gesucht.

Über Ersuchen des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung unterstützen wir folgende Angehörigensuche mit dem Ziel einer glücklichen Familienzusammenführung: 1946 gebar Greta – dem Vernehmen nach eine Bewohnerin des Schlosses Katzelsdorf bei Wr. Neustadt einen Sohn. Der Kindesvater war...

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Menschen brauchen Wurzeln und sie suchen ihre Angehörigen. Ein Mitglied unserer Community hat nun mit 83 Jahren endlich seinen Vater gefunden. Er hat uns gebeten, die nun folgenden Daten zu veröffentlichen, in der Hoffnung, es melden sich weitere Angehörige: Name des Vaters: Augustin SCHUHA, geb....

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Abdugalimov Kairat Mansurowitsch (Абдугалимов Кайрат Мансурович) - Auf der Suche nach Besatzungskindern (Befreiungskindern) in Österreich!

Liebe Leserin, lieber Leser! Wir  - „Österreich findet euch“ e.V. beobachten ein neues Phänomen:  Immer häufiger suchen Menschen aus Russland und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion die Nachkommen eines ehemaligen sowjetischen Soldaten und einer Österreicherin.  Wir stehen nun...

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Der russische Kindesvater heißt REPIN Stephan Danilovish geboren am 19.12.1911. Sein Enkel KIBISHEV Ilham Dajanovish, geboren 15.01.1965  sucht nun die Kinder von Danilovish (also Onkel oder Tante) oder andere Angehörige. Zum Sachverhalt: REPIN Stephan Danilovish, geboren am 19.12.1911 war...

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Angehörigensuche: Mireille sucht nach ihrer Tante Elena MELISOVA (D/SK)

Mireille war mit Unterstützung unseres Vereins auf der Suche nach ihrem Patenonkel. Er konnte gefunden werden, ist jedoch leider bereits verstorben. Im Laufe der Suche nach ihrem Patenonkel meldete sich die Hebamme (Fr. LEV) die bei der Geburt von Mireille dabei war. Über den Kontakt mit Fr. LEV...

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Wieder einmal versuchen wir, die Nadel im Heuhaufen zu finden! Wir wissen leider nicht viel, bloß: Herta St. sucht nach ihrem Neffen Friedrich. Er müsste nun etwa 40-45 Jahre alt sein. Seine Mutter war Köchin in Absam/Tirol und heißt Monika.  Sie hat noch eine Tochter mit Namen Michaela. Der...

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13.05.2018 16:30

Sohn sucht Vater - Heinz Helmut Hoffmeister oder Hofmeister - gesucht!!!

Der Gesuchte war als Erntehelfer und Waldarbeiter bei Familie Eder vulgo „Hopfnerbauer“ in Rinn bei Innsbruck/Tirol - wahrscheinlich in den Jahren 1943/1944/1945 - tätig. Auf jeden Fall aber im Dezember 1944, weil am 30.09.1945 der suchende Sohn in Innsbruck geboren wurde. Der Gesuchte stammt aus...

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Seit 18. März 1944 wird Uffz. Siegfried Haas nach einem russischen Panzerangriff vermisst. Das schrieb am 18. Mai 1944 die 1. Batterie Beobachtungsabteilung 21 an die Mutter des Vermissten. Heute fragt sich die Tochter des Vermissten immer noch: Was geschah mit meinem Vater?

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Vor ca. 30 Jahren – vielleicht auch ein bisschen mehr –war Frau Helena Oberhuber - nun Herzog. mit einer Jugendgruppe aus Osttirol unter Leitung von Pater Wolfgang Heiss in Salzburg. Dort lernte Helena Herrn Alois Radauer aus Thalgau (Salzburg) kennen. Es bestand langer Briefkontakt, der irgendwann...

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